Haus der Kunst - Rundgang mit Prof. Markus Lüpertz

19.12.2018

Sterben Provokateure aus?

„Für alle Lieben in der Welt“: Jörg Immendorff-Ausstellung im Haus der Kunst, München –

Ein Rundgang mit Prof. Markus Lüpertz

 

München - Im Rahmen der Reihe Talks & Tours führte Prof. Markus Lüpertz am 4. Dezember 2018 durch die Immendorff-Ausstellung im Haus der Kunst. Im Dialog mit Kurator Dr. Ulrich Wilmes brachte er den rund 130 handverlesenen Gästen das Werk seines langjährigen Weggefährten, Kollegen und Freundes näher – informativ, humorvoll und gespickt mit Anekdoten aus der gemeinsamen Zeit. Neben Kunstliebhabern sowie Freunden und Förderern des Münchener Kunstinstituts waren auch zahlreiche aktuelle und ehemalige Lüpertz-Schüler der Akademie der Bildenden Künste, Kolbermoor, dabei.

 

Die Ausstellung, die noch bis zum 27. Januar 2019 zu sehen ist, schlägt einen Bogen von Immendorffs Anfängen an der Düsseldorfer Kunstakademie über die gesellschaftspolitische Werkphase ab den 1960er Jahren bis hin zu den allegorisch verschlüsselten Gemälden seiner letzten Schaffensperiode. Die Ausstellung folgt keiner chronologischen Reihenfolge, sondern zeigt die knapp 200 Werke in einzelnen Kapiteln.

 

Auf seinem Ausstellungs-Rundgang pickte sich der gut gelaunte Kunstprofessor einzelne Immendorff-Arbeiten heraus. An konkreten Beispielen erklärte er das Verhältnis des viel zu früh verstorbenen Künstlers zu seinem Lehrer und Mentor Joseph Beuys, zu Staat und Gesellschaft sowie zu den Künstlern seiner Zeit. Außerdem ließ es sich Markus Lüpertz nicht nehmen, die Bedeutung der Malerei in der bildenden Kunst immer wieder hervorzuheben und ins Verhältnis zu anderen Kunstgattungen zu setzen.

 

Das Foto zeigt die Skulptur "Naht" (Brandenburger Tor), mit dem Lüpertz seinen Rundgang begonnen hat.

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